Egal ob im Schlafzimmer, im Wohnzimmer, im Esszimmer oder gar im Bad: Im Raum gut verteilte Kerzen tauchen das gesamte Zimmer in ein wohliges und stimmungsvolles Licht. Kerzen schaffen unabhängig von besonderen Anlässen wie Weihnachten, Geburtstagen oder anderen Feierlichkeiten eine ganz besondere Atmosphäre. Diese reicht vom gemütlichen Fernseh-Abend auf der Couch bis hin zu Wellness-Momenten in der Badewanne. Genauso vielfältig wie der Einsatzbereich von Kerzen ist auch die große Auswahl an verschiedenen Variationen in Form, Farbe, Duft und Material dieser behaglichen Lichtquellen.

Kerzen sind erhältlich als Spitzkerzen, Stumpenkerzen, Teelichte, Grablichte, Duftkerzen und in dekorativen Formen. Neben dem natürlichen Materialien wie Bienenwachs und Palmöl können Kerzen aus mineralischen und künstlichen Brennmaterilaien wie Stearin, Paraffin oder anderen erdölbasierenden Stoffen bestehen. Je nach Beschaffenheit des Brennmaterials hat dies Auswirkungen auf Abbrandverhalten, Brenndauer, Tropfen, Rauchgenerierung und Rußbildung.

Hier gelten z.B. Bestimmungen des RAL-Gütezeichens, damit eine geringe Belastung der Atemwege, möglichst wenig Rußablagerungen, Einhaltung der gesundheits- uns umweltorientierten Grenzwerte für die Inhaltsstoffe, Docht, Farbe und Lack, minimiertes Nachglimmen und eine garantierte Brenndauer bei bestimmungsgemäßen Gebrauch sowie die Einhaltung der REACH-Verordnung gewährleistet sein sollte.

Gütezeichen bei Kerzen

Das „Gütezeichen KERZEN“ ist ein markenrechtlich geschütztes RAL-Gütezeichen. Der Verein „RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V.“ ist in Deutschland für die Überwachung der ordnungsgemäßen Nutzung von Gütezeichen zuständig. Das „Gütezeichen KERZEN“ ist im August 1997 anerkannt worden. Verliehen wird das Gütezeichen ausschließlich von der Gütegemeinschaft Kerzen e. V.

Ein Kerzenhersteller darf ein Produkt nur dann mit dem Gütesiegel kennzeichnen, wenn dieses eine Aufnahmeprüfung bestanden hat. Die Prüfbestimmungen sind konkret, objektiv, und exakt definiert. Um das hohe Qualitätsniveau dauerhaft zu garantieren, verpflichtet sich der Hersteller außerdem zur regelmäßigen Überwachung seiner Produkte.

Erstprüfung

Die zu testenden Kerzen werden der laufenden Produktion entnommen. Brenndauer und -verhalten werden kontrolliert, die Rohstoffe analysiert. Schwefel und andere Emmissionen dürfen dabei strenge Richtwerte nicht überschreiten, dabei muss der Gehalt an Schwermetallen deutlich unter der für Kinderspielzeug geltenden Europa-Norm EN 71 liegen. Die Prüfung erfolgt durch die DEKRA Umwelt GmbH.

Eigenüberwachung

Der Hersteller von Kerzen muss seine Produktion kontinuierlich überprüfen. Die bei der Erstprüfung aufgestellten Kriterien sind einzuhalten. Die detaillierten Ergebnisse sind zu dokumentieren und zu archivieren.

Fremdüberwachung

Einmal im Jahr wird die Produktionsstätte für Kerzen von einem neutralen Sachverständigen inspiziert. Die lückenlose Dokumentation, die laufende Produktion werden kontrolliert und Proben gezogen. Diese werden vom DEKRA-Prüfinstitut im gleichen Umfang getestet wie bei der Erstprüfung. Stellt sich heraus, dass ein Hersteller gegen die Prüfbestimmungen verstoßen hat, kann ihm das Gütezeichen wieder entzogen werden.